Kurznews: Geislingen - Gemeinsam für einen starken Wirtschaftsstandort

Kurznews

Geislingen - Gemeinsam für einen starken Wirtschaftsstandort

05.11.2026 15:39 Uhr

Gemeinsam für einen starken Wirtschaftsstandort Geislingen

Am Montag, 2. November 2026, hat sich Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia mit Vertreterinnen und Vertretern Geislinger Unternehmen, der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der amtierenden Miss Handwerk, Emily Maichle, getroffen, um über die geplante Erhöhung der Kreisumlage und deren mögliche Auswirkungen auf die Stadtverwaltung und den Wirtschaftsstandort Geislingen zu sprechen.

Hintergrund ist die geplante Anhebung der Kreisumlage von 36 auf 42,9 Prozent, die die Kommunen im Landkreis Göppingen vor erhebliche finanzielle Herausforderungen stellt. Allein für Geislingen könnte dies eine zusätzliche Belastung von rund 5,1 Millionen Euro bedeuten. Die Geislinger Stadtverwaltung und die beteiligten Unternehmen sehen diese Entwicklung mit großer Sorge – insbesondere mit Blick auf die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Geislingen.

Geislingen ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort mit leistungsfähigen Unternehmen, die Arbeitsplätze sichern, junge Menschen ausbilden, investieren und wesentlich zur wirtschaftlichen Stärke unserer Region beitragen. Gleichzeitig sind die Unternehmen auf eine handlungsfähige Kommune angewiesen, die für eine funktionierende Infrastruktur, gute Bildungs- und Betreuungsangebote sowie attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen sorgt.

Starke Unternehmen brauchen starke Kommunen. Und starke Kommunen bilden die Grundlage für einen wirtschaftlich erfolgreichen Landkreis.

Die finanziellen Herausforderungen des Landkreises sind uns bewusst. Sie dürfen jedoch nicht dazu führen, dass die Städte und Gemeinden ihre Handlungsfähigkeit verlieren oder gezwungen werden, ihre Unternehmen durch massive Steuererhöhungen zusätzlich zu belasten.

Eine solche Entwicklung könnte Investitionen verhindern, Arbeitsplätze gefährden, zu Abwanderungen führen und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts nachhaltig schwächen. Langfristig hätte dies nicht nur Folgen für Geislingen selbst, sondern könnte auch die wirtschaftliche Stärke und damit die Finanzkraft des gesamten Landkreises beeinträchtigen.

Unsere gemeinsame Position

Die Geislinger Stadtverwaltung und die beteiligten Unternehmen setzen sich deshalb gemeinsam dafür ein, dass:

- die geplante Erhöhung der Kreisumlage und ihre Auswirkungen auf die Kommunen und die örtliche Wirtschaft umfassend überprüft werden,

- nach tragfähigen Alternativen gesucht wird, die die finanzielle Leistungsfähigkeit der Städte und Gemeinden berücksichtigen,

- die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts langfristig gesichert werden,

- Landkreis und Kommunen gemeinsam gegenüber Bund und Land für eine bessere und verlässliche Finanzausstattung eintreten.

Wir appellieren an die Verantwortlichen im Kreistag, bei den anstehenden Haushaltsberatungen nicht nur die kurzfristige Finanzierung des Landkreises, sondern auch die langfristigen wirtschaftlichen Folgen ihrer Entscheidungen in den Blick zu nehmen.

Die finanzielle Stabilität des Landkreises darf nicht zulasten der wirtschaftlichen Zukunft seiner Städte, Gemeinden und Unternehmen gehen.

Wir sind überzeugt, dass die aktuellen Herausforderungen nur durch einen offenen Dialog, gegenseitiges Verständnis und gemeinsame Anstrengungen bewältigt werden können. Deshalb setzen wir uns für Lösungen ein, die die Handlungsfähigkeit der Kommunen erhalten, die örtliche Wirtschaft stärken und damit die Zukunftsfähigkeit des gesamten Landkreises sichern.

Denn wer Geislingen stärkt, stärkt den gesamten Landkreis.

(Quelle: Stadt Geislingen)


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