28.10.2026 17:13 Uhr
Ein voller Erfolg für den Naturschutz: Die ersten 270 Feuersalamander nehmen ihr neues Winterquartier am Blaubach in Uhingen an
Die ersten bestätigten Exemplare haben sich für das neue Winterquartier entschieden und damit ein deutliches Zeichen für die Attraktivität des neuen Rückzugsortes gesetzt. Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist eine heimische Amphibienart, die vor allem in feuchten Laub- und Mischwäldern mit geeigneten Versteckmöglichkeiten vorkommt. Für die Überwinterung nutzt er frostgeschützte Hohlräume, beispielsweise in Erdhöhlen, unter Wurzeln oder in geeigneten natürlichen Strukturen. Der Erhalt und die Vernetzung solcher Lebensräume sind wichtige Maßnahmen zu seinem Schutz.
Mit dem Winterquartier möchte die Stadt Uhingen, das Forstamt Göppingen und der NABU Östlicher Schurwald einen Beitrag zum Schutz heimischer Amphibien leisten und ihnen einen geeigneten Platz für die kalte Jahreszeit bieten. Feuersalamander sind auf feuchte, kühle und geschützte Lebensräume angewiesen. Geeignete Winterverstecke sind deshalb ein wichtiger Bestandteil des Artenschutzes. Da in der Vergangenheit leider sehr viele Feuersalamander auf dem nahegelegenen Wirtschaftsweg überfahren wurden, soll das neu eingerichtete Quartier den Tieren ein Unterschlupf bieten für den sie den Weg nicht queren müssen.
Letzten Freitag wurden die Amphibienleitzäune durch Dennis Dannenmann, seinen Kollegen vom Bauhof der Stadt Uhingen und engagierten NABU-Helfern aufgestellt. Bei seinen anschließenden Monitoring-Kontrollen am Zaun konnte er mehr als 270 Feuersalamandern den Weg ins neue Zuhause zeigen. „Dass sich gleich in der ersten Woche schon über 270 Feuersalamander für das neue Winterquartier entschieden haben, freut alle Beteiligten natürlich sehr. Offenbar stimmen die Rahmenbedingungen – von der Lage bis zur Wohlfühlatmosphäre“, freut sich Philipp König vom Forstamt.
Die erfolgreiche Annahme des Quartiers unterstreicht, wie wichtig naturnahe Lebensräume und gezielte Schutzmaßnahmen für die heimische Tierwelt sind. Mit geeigneten Rückzugsorten können Kommunen dazu beitragen, die Lebensbedingungen für gefährdete und besonders schützenswerte Arten zu verbessern.
Ob weitere Salamander folgen werden, bleibt abzuwarten. Die ersten Bewohner haben jedenfalls bereits gezeigt: In Uhingen lässt es sich auch im Winter gut unterkommen. Zum Schutz der Salamander bitten wir bei Benutzung des Feldwegs entlang des Blaubachs in den nächsten Wochen besondere Sorgfalt walten zu lassen, um querende Feuersalamander mit dem Traktor oder Fahrrad nicht zu überfahren. Und so halten wir uns an den Spruch aus den Büchern des wahrscheinlich bekanntesten Feuersalamanders der Kreises Göppingen: „Lange schallt's im Walde noch: Salamander lebe hoch! “
(Quelle und Foto: Landkreis Göppingen)
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