Ulm (ots) - Um 19.50 Uhr befuhr eine 63-Jährige die B10 von Geislingen in Richtung Göppingen. Auf Höhe Gingen übermannte sie wohl ein Sekundenschlaf. Die Frau geriet mit ihrem VW T-Cross auf die Gegenfahrbahn. Ein entgegenkommender 54-jähriger Dacia-Fahrer konnte nicht mehr ausweichen und die Autos prallten frontal zusammen. Beide Fahrer sowie die 57-jährige Beifahrerin im Dacia wurden verletzt. Die 63-Jährige kam ebenso wie die 57-Jährige mit dem Rettungswagen in eine Klinik. Beide erlitten leichte Verletzungen. Der Dacia-Fahrer kam mit schweren Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik. Zur Unfallzeit befand sich auch ein Hund im Dacia. Das Tier wurde bei der Kollision so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verendete. An beiden Autos entstand Totalschaden. Abschlepper bargen die Fahrzeuge. Die Verkehrspolizei Mühlhausen hat die Ermittlungen zum Unfall aufgenommen. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde auch ein Gutachter beauftragt. Der Sachschaden wird auf insgesamt 35.000 Euro. Nur wenige Minuten nach dem Frontalzusammenstoß, kurz vor 20 Uhr, kam es im Stau zu einem schweren Folgeunfall. Ein 44-Jähriger befuhr mit seinem Lkw die B10 aus Richtung Süßen kommend. Wegen dem Stau versuchte er mit seinem Ford Transit Pritschenwagen auf der Bundesstraße zu wenden. Beim Wenden über die durchgezogene Linie kam es zum Unfall mit einem entgegenkommenden Kraftrad. Der 27-Jährige hatte wohl kurz zuvor ebenfalls im Rückstau gewendet und fuhr mit seiner BMW wieder in Richtung Süßen. Trotz eingeleiteter Vollbremsung prallte er gegen die rechte Fahrzeugseite des Lkw. Durch die Kollision schleuderte er vom Kraftrad und prallte noch gegen eine Lärmschutzwand. Der 27-Jährige erlitt schwere Verletzungen und kam mit dem Rettungswagen in eine Klinik. Das Motorrad musste abgeschleppt werden, der beschädigte Lkw blieb fahrbereit. Der Sachschaden wird auf etwa 25.000 Euro geschätzt. Die Straßenmeisterei und auch die Feuerwehren aus Geislingen und Gingen waren mit zahlreichen Kräften vor Ort im Einsatz. Die Bundesstraße musste mehrere Stunden voll gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden. Erst gegen 1 Uhr waren die Unfallstellen geräumt und die Bundesstraße wieder frei befahrbar.
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