14.09.2026 11:39 Uhr
Die Stadt Göppingen stellt die beim Hochwasser 2024 beschädigte Uferböschung an den Filsterrassen dauerhaft wieder her.
Die naturnahe Sanierung startet am Montag, 21. September, und soll etwa Mitte November abgeschlossen sein.
Die Sanierungsarbeiten betreffen den Bereich auf Höhe der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Christophsbads. Die Böschung war beim Starkregen- und Hochwasserereignis im Juni 2024 erheblich beschädigt worden. Auf einer Länge von rund 65 Metern wurden große Teile des Ufers abgetragen. Zurück blieb eine bis zu 4,30 Meter hohe Abbruchkante, die seitdem aus Sicherheitsgründen mit einem Bauzaun abgesichert ist. Unmittelbar neben dem betroffenen Bereich verläuft ein stark genutzter Fuß- und Radweg. Zudem befinden sich dort wichtige Versorgungsleitungen für Strom, Wasser, Abwasser, Gas und Telekommunikation.
Um weitere Schäden zu verhindern, hatte die Stadt bereits im Herbst 2025 erste Sicherungsmaßnahmen umgesetzt. Dabei wurden mehrere sogenannte Buhnen – strömungslenkende Bauwerke im Fluss – eingebaut und der Böschungsfuß angeschüttet. Diese Maßnahmen lenken die Strömung der Fils vom Ufer weg und schützen die Böschung vor weiterer Erosion. Die Kosten für diesen ersten Bauabschnitt beliefen sich auf rund 136.500 Euro.
Nun folgt die endgültige Wiederherstellung der Böschung. Dafür hatte der Gemeinderat im Frühsommer rund 150.000 Euro freigegeben. Grundlage für die Sanierung ist eine Planung des Ingenieurbüros Geitz & Partner, die gemeinsam mit der Unteren Wasserbehörde des Landratsamts Göppingen abgestimmt wurde. Vorgesehen ist eine naturnahe Bauweise, die das Ufer dauerhaft sichert und zugleich ökologisch aufwertet. Die bereits eingebauten Buhnen und die vorhandene Anschüttung werden in das Gesamtprojekt integriert. Damit wird die Standsicherheit des Ufers dauerhaft wiederhergestellt und die Infrastruktur entlang der Filsterrassen langfristig gesichert.
Für den Zeitraum der Bauarbeiten muss der Fuß- und Radweg zwischen der Filsbrücke an der Nikolaus-Lenau-Straße und dem Christophsbad gesperrt werden. Fußgänger und Radfahrer werden in beide Richtungen über die Metzgerstraße umgeleitet. Auch die Filsterrassen sind für diesen Zeitraum nicht zugänglich, da auf dem Weg Baufahrzeuge verkehren werden.
In Teilbereichen der Nikolaus-Lenau-Straße sowie dem Einmündungsbereich in die Faurndauer Straße wird für die Bauzeit ein absolutes Halteverbot zwischen 7 und 17 Uhr ausgewiesen, um eine ungehinderte Zufahrt für die Baufahrzeuge zu gewährleisten.
(Quelle: Stadt Göppingen)
Interessant? Sags weiter: