Kurznews: Landkreis Göppingen - Handwerk tauscht sich mit der Landtagsabgeordneten Mariska Ott aus

Kurznews

Landkreis Göppingen - Handwerk tauscht sich mit der Landtagsabgeordneten Mariska Ott aus

21.08.2026 08:48 Uhr

Handwerk tauscht sich in Göppingen mit der Landtagsabgeordneten Mariska Ott aus

Wie steht es um das Handwerk im Landkreis Göppingen? Darüber informierte sich die Landtagsabgeordnete Dr. Mariska Ott (Bündnis90/ Die Grünen) bei einem Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Kreishandwerkerschaft Göppingen. Die Landtagsabgeordnete Dr. Mariska Ott (Bündnis90/ Die Grünen) war zu Gast bei der Kreishandwerkerschaft Göppingen, um sich mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Innungen über die aktuelle Situation des Handwerks auszutauschen. In dem offenen Gespräch wurden zahlreiche Themen angesprochen, die die Betriebe derzeit beschäftigen.

Im Mittelpunkt standen dabei die duale Ausbildung, der Fachkräftemangel, Bürokratie, steigende Energiekosten, die Bauwirtschaft sowie die Notwendigkeit verlässlicher politischer Rahmenbedingungen. „Politik darf nicht im luftleeren Raum stattfinden. Deshalb ist mir der direkte Austausch mit den Betrieben besonders wichtig. Nur wenn wir wissen, wo die Herausforderungen liegen, können wir tragfähige Lösungen entwickeln“, betonte Dr. Mariska Ott. Breiten Raum nahm die Situation der Ausbildung ein. Die Vertreter des Handwerks machten deutlich, dass die duale Ausbildung wieder stärker in den gesellschaftlichen Fokus rücken müsse. Die Ausbildungszahlen, nachlassende schulische Voraussetzungen vieler Bewerberinnen und Bewerber sowie die zunehmende Akademisierung bereiteten den Betrieben Sorgen. Praktika, eine frühere Berufsorientierung an Schulen und eine bessere Sprachförderung wurden als wichtige Bausteine genannt, um junge Menschen wieder verstärkt für einen handwerklichen Beruf zu begeistern.

Mehr Wertschätzung für das Handwerk
Kreishandwerksmeister Jürgen Schmid unterstrich die Bedeutung des Handwerks für Wirtschaft und Gesellschaft: „Das Handwerk braucht wieder mehr Wertschätzung. Wir müssen jungen Menschen zeigen, welche Zukunftschancen eine handwerkliche Ausbildung bietet. Gleichzeitig brauchen unsere Betriebe verlässliche politische Rahmenbedingungen, damit sie investieren und ausbilden können.“ Ein weiteres zentrales Thema war die zunehmende Bürokratie. Viele Betriebe berichteten von einem erheblichen Verwaltungsaufwand, der gerade kleine und mittelständische Unternehmen stark belaste. Dokumentationspflichten, langwierige Genehmigungsverfahren und immer neue Vorgaben würden wertvolle Arbeitszeit kosten. Die Vertreter des Handwerks sprachen sich deshalb für einen konsequenten Bürokratieabbau sowie für faire und einheitliche Kontrollen aller Marktteilnehmer aus.

Ebenso intensiv wurde über die steigenden Energiepreise und die Umsetzung der Energiewende diskutiert. Grundsätzlich stehe das Handwerk hinter den klimapolitischen Zielen. Gleichzeitig müsse die Transformation wirtschaftlich umsetzbar bleiben.
Ein Anliegen der Handwerksvertreter war die Bekämpfung der Schwarzarbeit sowie die Sicherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen. Was dazu kommt: Manche Firmen bieten Leistungen an, für die man einen Meistertitel haben muss – ohne jedoch die entsprechende Qualifikation zu haben. Die Unternehmer machten deutlich, dass bestehende Regelungen für alle Marktteilnehmer gleichermaßen gelten und auch entsprechend kontrolliert werden müssten – das gelte auch für Zertifizierungen und Vorgaben.
Zum Abschluss des Gesprächs betonte Dr. Ott, dass politische Entscheidungen verlässlich sein müssten und sich Rahmenbedingungen nicht ständig grundlegend ändern dürften. Sie sagte den Vertreterinnen und Vertretern des Handwerks zu, den Dialog fortzuführen und die Anliegen der Betriebe mitzunehmen. „Der offene Austausch hat erneut gezeigt, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Politik und Handwerk ist. Unsere Betriebe haben konkrete Erfahrungen und Lösungsvorschläge eingebracht. Genau dieser Austausch ist notwendig, um die richtigen Weichen für die Zukunft des Handwerks zu stellen“, fasste Alexander Bremora, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Göppingen, das Treffen zusammen.

(Quelle: StaufenPresseservice/Tinoversum GmbH)


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