17.08.2026 11:52 Uhr
Bei einem Testlauf prüfen Feuerwehr und Stadtverwaltung die Versorgung mittels eines speziellen Aggregats.
So kann gewährleistet werden, dass im Krisenfall die Arbeit der Rettungskräfte und des Krisenstabs aufrecht erhalten werden kann.
Uhingen – Mehr als 300 Einsätze für hunderte Rettungskräfte nahezu zeitgleich in Uhingen, tausende gefährdete Menschen, mehr als 300 leergepumpte Gebäude: Die Starkregen-Ereignisse im Sommer 2024 hatten den Menschen alles abverlangt. Vom Uhinger Feuerwehrmagazin aus koordinierte der Krisenstab die Rettungseinsätze. Doch was, wenn durch das Hochwasser die Stromzufuhr zusammengebrochen wäre? Wie hätte die Beinahe-Katastrophe gemeistert werden können?
Die Antwort liefert ein 3.500 Kilogramm schweres Gerät, das bei einem Stromausfall Energie liefern kann: ein Notstromaggregat. Dieses hat die Stadt Uhingen bereits vor wenigen Jahren für etwa 38.500 Euro angeschafft. Kürzlich zeigte ein Testlauf, wie das mobile Gerät das Rathaus und gegenüberliegende Feuerwehrmagazin mit Strom versorgen kann. „Sämtliche Kommunikation läuft über die technischen Anlagen im Rathaus“, erklärt Uhingens Ordnungsamtsleiter Michael Eberhard. Deshalb müsse die Stromversorgung des Rathauses gewährleistet sein. Die Versorgung des FFW-Gebäudes sei ebenso wichtig, da die Fahrzeuge einsatzbereit sein müssen und auch die Leitstellen- sowie Funktechnik einwandfrei funktionieren kann.
Bisher befand sich ein Anschluss zum Stromeinspeisen via Notstromaggregat nur bei den Rettungskräften im Feuerwehrgebäude, erklärt der hauptamtliche Feuerwehrgerätewart Heiko Streicher, der zugleich stellvertretender Kommandant ist. „Damit können wir das Feuerwehrmagazin und das Rathaus versorgen“, sagt er. Wenn aber beispielsweise die Fluten der Fils auch das Gebäude der Rettungskräfte erfassen, könne das Notstromaggregat vor Ort womöglich nicht eingesetzt werden.
Deshalb wurde das Rathaus der Stadt Uhingen entsprechend nachgerüstet, sodass das Notstromaggregat das höher gelegene Verwaltungsgebäude der Stadt und auch das tiefergelegene Feuerwehrmagazin im Notfall mit Strom versorgen kann. „Dank des Notstromaggregats können wir die Gebäue für viele Tage mit Strom versorgen“, sagt Michael Eberhard. „Das gilt nicht nur im Falle eines Hochwassers, sondern bei allen Gefahrenszenarien, wenn das Stromnetz zusammenbrechen sollte.“
Der Testlauf, bei dem neben dem stellvertretenden FFW-Kommandanten auch Vertreter des Ordnungsamts und Stadtbauamts anwesend waren, verlief reibungslos. „Solche regelmäßigen Tests sind wichtig, um die Abläufe zu üben und zu optimieren, sodass wir im Ernstfall möglichst keine Zeit verlieren und alles reibungslos funktioniert“, fügt Heiko Streicher hinzu.
Der Tank des Notstromaggregats hat ein Fassungsvermögen von 800 Litern Diesel und speist zirka 80 Kilovoltampere (kVA) ein.
(Quelle & Bild: Stadt Uhingen)
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