26.06.2026 12:27 Uhr
Ein brennender Tanklastzug sorgt am Freitagvormittag auf der A8 bei Aichelberg für einen Großeinsatz der Feuerwehr – und für massive Verkehrsbehinderungen.
Gegen 9 Uhr 13 geht der Notruf ein. Als die ersten Einsatzkräfte eintreffen, steht der Lkw bereits in Vollbrand. Die Flammen greifen schnell auf die angrenzende Böschung über. Dichter Rauch ist kilometerweit sichtbar – auch über die Landkreisgrenzen hinaus. Schnell wird klar: Das ist kein Routineeinsatz.
Insgesamt sind 96 Einsatzkräfte mit 20 Fahrzeugen vor Ort. Feuerwehren aus dem Kreis Göppingen und aus dem benachbarten Landkreis Esslingen arbeiten Hand in Hand.
Besonders herausfordernd: die hochsommerlichen Temperaturen von rund 34 Grad. Für die Einsatzkräfte bedeutet das Schwerstarbeit – vor allem unter Atemschutz. Auch an die Autofahrer im Stau wird gedacht: Die Feuerwehr verteilt Trinkwasser.
Der brennende Tanklastzug hat rund 25.000 Liter Speiseöl geladen. Zunächst ist unklar, ob sich möglicherweise gefährliche Stoffe an Bord befinden. Deshalb wird vorsorglich auch die Werkfeuerwehr Zeller + Gmelin alarmiert.
Parallel kämpfen die Einsatzkräfte gegen den Böschungsbrand. Mit Löschrucksäcken und einem aufwändigen Pendelverkehr sichern sie die Wasserversorgung.
Für die Dauer der Löscharbeiten muss die A8 zeitweise in beide Richtungen komplett gesperrt werden. Der Verkehr staut sich auf bis zu 15 Kilometer.
Der Fahrer des Lastwagens wird vom Rettungsdienst untersucht, bleibt nach ersten Erkenntnissen unverletzt.
Die Brandursache ist noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Erst am Montag hatte es auf demselben Streckenabschnitt einen größeren Lkw-Einsatz gegeben. Der Brand heute ist damit bereits der zweite Großeinsatz innerhalb weniger Tage. Die Bergungsarbeiten werden noch mehrere Stunden dauern. Der ausgebrannte Tanklastzug soll anschließend abtransportiert und entladen werden.
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Meldung der Polizei dazu:
Kurz nach 9 Uhr fuhr ein 39-Jähriger mit seinem Tanklastzug auf der A8 in Richtung Stuttgart. Der hatte im Tank Rapsöl geladen. Beim Aichelberg geriet wohl ein Vorderreifen in Brand. Der Fahrer hielt an und brachte sich in Sicherheit. Kurz darauf stand das Fahrzeug in Vollbrand. Der Fahrer blieb unverletzt. Wegen des brennenden Fahrzeugs musste die Autobahn in beide Richtungen komplett gesperrt werden. Die Autobahnmeisterei richtete Umleitungen ein. Die Feuerwehr hatte den Brand nach rund einer Stunde gelöscht. Ab etwa 10.15 Uhr konnte die Fahrbahn in Richtung München wieder freigegeben werden. Ab ca. 10.30 Uhr war auch der linke Fahrstreifen in Richtung Stuttgart wieder befahrbar. Durch die Einsatzmaßnahmen kam es zu kilometerlangem Stau in beide Richtungen. Gegen 12.30 Uhr begannen die Bergungsarbeiten des Lkw durch einen Abschleppdienst. Durch den Brand entstand an der Fahrbahn und dem Fahrzeug ein Sachschaden von insgesamt etwa 450.000 Euro. Kurz vor 15 Uhr konnte der mittlere Fahrstreifen freigegeben werden.
(Quelle & Bild: SDMG)
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