Kurznews: Eislingen - Eichen-Prozessionsspinner breitet sich verstärkt aus

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Eislingen - Eichen-Prozessionsspinner breitet sich verstärkt aus

23.06.2026 16:06 Uhr

Der ursprünglich aus Südeuropa stammende Eichen-Prozessionsspinner profitiert vom Klimawandel und breitet sich seit einigen Jahren verstärkt nach Norden aus.

Auch in Eislingen sind in diesem Jahr wieder einige Eichen von dem Nachtfalter befallen. Die Raupen bergen ein Gesundheitsrisiko für Menschen. Die Stadtverwaltung informiert daher über Bekämpfungsmaßnahmen und zum richtigen Verhalten.

Der Eichen-Prozessionsspinner ist ein unscheinbarer Nachtfalter, der seine Eier im Kronenbereich von Eichen ablegt. Im April/Mai des darauffolgenden Jahres schlüpfen die Raupen. Anschließend bilden sie zum Schutz vor Fressfeinden Brennhaare aus. Beim Menschen können die winzigen Brennhaare der Raupen bei Hautkontakt eine allergische Hautreaktion auslösen. Auch Atemwegsreizungen, Schwindel oder Fieber können Symptome eines Kontaktes mit den Brennhaaren sein. Im Siedlungsgebiet und in der Nähe von Erholungseinrichtungen werden daher die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners regelmäßig bekämpft. Die Stadt Eislingen lässt alle bekannten Bäume im Stadtgebiet entsprechend der jährlich stattfindenden Baumkataster-Begehung im Frühjahr chemisch behandeln. 

Diese kostenintensive Maßnahme wird durch eine Fachfirma ausgeführt. Besonderes Augenmerk wird dabei vor allem auf öffentliche Wege und Plätze gelegt. Dennoch kann eine Vermehrung des Eichenprozessionsspinners im Laufe des Jahres nie ganz verhindert werden. Bisher mussten auf der Eislinger Gemarkung noch keine Wege oder Sitzbänke gesperrt werden. Die Stadt rät dennoch grundsätzlich, betroffene Gebiete mit befallenen Bäumen in den entsprechenden Zeiträumen zu meiden. Befallende Eichenbestände sind in der Regel mit Hinweisschildern oder Absperrbändern gekennzeichnet. Raupen und Nester sollten auf keinen Fall berührt werden.

Falls es dennoch zu einem Kontakt kommt, sollten so schnell wie möglich die Kleider und Schuhe gewechselt und gereinigt werden. Die Kleidung sollte bei mindestens 60 °C gewaschen werden, damit das Nesselgift in den Brennharen zerstört wird. Maßnahmen zur Regulierung der Populationen des Eichenprozessionsspinners im Wald sind aus forstwirtschaftlichen Gründen nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt. Weitere Informationen unter www.umweltbundesamt.de 

(Quelle: Stadtverwaltung Eislingen/Fils)


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