Kurznews: Eislingen - Neue Station des Poetenwegs eröffnet

Kurznews

Eislingen - Neue Station des Poetenwegs eröffnet

20.05.2026 14:00 Uhr

Neue Station des Poetenwegs eröffnet
: Literarischer Mai klingt am Treff im Löwen aus

 
Mit der Eröffnung einer neuen Station des Eislinger Poetenwegs fand der 6. Literarische Mai seinen Abschluss. Stadtbücherei und Volkshochschule luden vor den Treff im Löwen ein, wo künftig historische Gedichte im öffentlichen Raum sichtbar werden.

Mit einer besonderen Veranstaltung unter freiem Himmel endete am Montagabend der 6. Literarische Mai in Eislingen. Rund 30 Besucherinnen und Besucher kamen vor dem Treff im Löwen zusammen, um die feierliche Enthüllung der 24. Station des Eislinger Poetenwegs mitzuerleben. Gleichzeitig klang damit die diesjährige Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Tage des Lesens – Nachdenken über Lesen und Schreiben in unserer Zeit“ in geselliger Atmosphäre aus. Die Veranstaltung fand bewusst nicht in einem geschlossenen Raum, sondern direkt vor dem neu gestalteten Poetenwegfenster statt. Literatur sollte an diesem Abend nicht nur erlebt, sondern auch sichtbar in die Stadt getragen werden – offen für zufällige Begegnungen und für Menschen, die vielleicht im Vorbeigehen neugierig werden.

Das Wetter spielte mit, trotz unsicherer Aussichten blieb es trocken und schuf den passenden Rahmen für die Freiluftveranstaltung. Die neue Station erweitert den bereits seit 2011 bestehenden Eislinger Poetenweg um eine besondere Form. Während entlang des Weges zeitgenössische Gedichte aus aller Welt zu finden sind, wird künftig ein großes Fenster des Treffs im Löwen zur Bühne einer kleinen literarischen Wechselausstellung. Jährlich soll dort ein neues historisches Gedicht zum Thema „Heimat und Fremde“ präsentiert werden. Die Lyrikerin und Kuratorin des Poetenwegs, Tina Stroheker, blickte in ihrer Einführung auf die Geschichte des Poetenwegs zurück und erläuterte die Idee hinter der neuen Erweiterung. Das Thema „Heimat und Fremde“, so betonte sie, begleite die Menschheit seit jeher und finde deshalb nicht nur in zeitgenössischer Literatur, sondern ebenso in historischen Stimmen seinen Ausdruck. Nach der gemeinsamen Enthüllung des ersten Wechselgedichts griff auch der designierte Oberbürgermeister Oliver Marzian den Gedanken des Abends in seiner Ansprache auf. Ausgehend vom ersten präsentierten Gedicht „Auf einem Kirchturm“ von Eduard Mörike zeigte er das Gewicht von Heimat und Fremde im bewegten Lebensweg des Dichters auf. Auch zog er ausgehend vom Gedicht eine Verbindung zu seiner eigenen bevorstehenden Aufgabe an der Spitze der Stadt und sprach von der Mischung aus Vorfreude, Respekt und dem Blick auf das, „was über den Kirchturm hinausreicht“.

Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit, bei einem Glas Sekt auf die Erweiterung des Poetenwegs und die neue Form der literarischen Begegnung anzustoßen. In entspannter Atmosphäre klang der Literarische Mai aus – mit Gesprächen über Gedichte, Literatur und vielleicht auch mit der Vorfreude auf die nächsten literarischen Entdeckungen in Eislingen.

(Quelle und Foto: Stadtverwaltung Eislingen)


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