21.04.2026 11:07 Uhr
Krankenstand leicht gesunken
Der Krankenstand unter den AOK-Beschäftigen im Kreis Göppingen ist im vergangenen Jahr von 5,9 Prozent auf 5,8 Prozent gesunken. Damit liegt damit gleichauf mit dem landesweiten Durchschnitt von 5,8 Prozent sowie unter dem bundesweiten Wert von 6,4 Prozent. Das zeigen aktuelle Zahlen aus dem AOK-Gesundheitsbericht 2025 zu den Fehlzeiten.
Statistisch gesehen entfielen im vergangenen Jahr auf jeden AOK-versicherten Beschäftigten 21,1 Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage). Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 2,2 Prozent. Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag bei 9,6 Kalendertagen, ein Minus von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Der tatsächliche Anteil krankheitsbedingter Fehltage dürfte etwas höher liegen, da Kurzzeiterkrankungen bis zu einer Dauer von drei Tagen, nur erfasst werden, soweit eine ärztliche Krankschreibung vorliegt“, sagt Heike Kallfass, Geschäftsführerin der AOK Neckar-Fils.
Wie häufig sich Beschäftigte krankmelden, hängt stark von ihrer Branche ab. Hier zeigen sich deutliche Unterschiede: So verzeichnete die öffentliche Verwaltung mit 6,6 Prozent den höchsten Krankenstand. Den niedrigsten Wert wies die Land- und Forstwirtschaft mit 3,7 Prozent auf.
Ein Blick auf die Arbeitsunfähigkeitsfälle nach Krankheitsarten zeigt, dass Erkrankungen der Atemwege mit einem Anteil von 28,9 Prozent an erster Stelle stehen. Muskel- und Skeletterkrankungen machten 13,2 Prozent aus. Bezogen auf die AU-Tage waren Muskel- und Skeletterkrankungen mit 20,3 Prozent die häufigste Ursache für längere Ausfallzeiten, gefolgt von Atemwegserkrankungen (15,4 Prozent) und psychischen Erkrankungen (11,9 Prozent). Arbeitsunfähigkeitsfälle mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen machten zwar nur 2,9 Prozent aller Fälle aus, verursachten allerdings 37,7 Prozent aller AU-Tage.
Im Rahmen des Präventionsgesetzes unterstützen die gesetzlichen Krankenkassen entsprechende Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung. „Krankheitsbedingte Fehlzeiten verursachen in Unternehmen erhebliche Kosten. Umso wichtiger ist es, Mitarbeitende im Arbeitsalltag gesund zu erhalten und ihr Wohlbefinden zu stärken. Betriebliche Gesundheitsmaßnahmen sind deshalb wirksame und wichtige Präventionsinstrumente“, sagt Ronny Biehle, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils. Ein weiterer wichtiger Aspekt, denn laut AOK-Gesundheitsbericht steigt der Krankenstand ab einem Alter von 35 Jahren kontinuierlich an und erreicht in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen seinen Höchststand.
(Quelle: AOK Neckar-Fils)
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