15.04.2026 11:00 Uhr
Am Bahnhof in Göppingen hat ein Mann am Dienstagnachmittag den Bahnverkehr kurzzeitig zum Stillstand gebracht.
Gegen 16:55 Uhr saß der 27-Jährige nach Angaben der Bundespolizei am Bahnsteig und ließ seine Beine von der Bahnsteigkante hängen.
Der Lokführer eines aus Stuttgart kommenden Regionalzugs erkannte die gefährliche Situation rechtzeitig, gab mehrere Achtungspfiffe ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Der Zug kam rund zehn Meter vor dem Mann zum Stehen. Erst danach stand der 27-Jährige auf und begab sich wieder auf den Bahnsteig.
Ein zufällig anwesender Beamter der Bundespolizei sowie ein Zollbeamter stellten den Mann kurz darauf. Da er offenbar unter dem Einfluss von Drogen stand, wurde er in eine Klinik gebracht. Gegen ihn läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Gefahren im Gleisbereich hin. Züge nähern sich nahezu lautlos und können selbst bei einer Notbremsung erst nach mehreren hundert Metern vollständig halten. Zudem werde die Sogwirkung von ein- und ausfahrenden Zügen häufig unterschätzt. Die Behörde appelliert daher, die weiße Sicherheitslinie an Bahnsteigen unbedingt einzuhalten.
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