Kurznews: Bad Ditzenbach - Lage nach Tensidaustritt stabil

Kurznews

Bad Ditzenbach - Lage nach Tensidaustritt stabil

08.04.2026 15:24 Uhr

Nach Tensidaustritt: Engmaschige Kontrolle durch Behörden - Wasserproben vom 02.04.2026 unauffällig

Nach dem Tensidaustritt am Mittwoch, 01.04.2026 in Bad Ditzenbach-Gosbach informiert das Landratsamt Göppingen über die weitere Entwicklung. Ein Tanklaster hatte 2.000 Liter einer Natriumlaurylether-sulfat-Lösung verloren. Rund 1.000 Liter konnten auf dem betrofffenen Betriebsgelände über verschiedene Sofortmaßnahmen der Feuerwehr und des Betreibers direkt aufgefangen werden. Trotz dieser Bemühungen gelangten ca. 1.000 Liter in die Kanalisation, die Sammelkläranlage und in die Fils. Infolgedessen war es zwischenzeitlich zu massiver Schaumbildung gekommen. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und weiteren Behörden waren im Einsatz.

Wasserproben bislang unauffällig
Die Untersuchungen der Proben vom Donnerstag, den 02.04.2026 sind abgeschlossen. In keiner der sechs Proben konnte ein Fremdstoffgehalt, insbesondere an Laurylethersulfat o.a. Tensiden, nachgewiesen werden. Die Proben sind somit alle unauffällig. Um eine Kontamination des Trinkwassers sicher ausschließen zu können, erfolgen weitere Untersuchungen im Verlauf. Die Analyseergebnisse der Nachuntersuchung vom 07.04.2026 stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch aus. Diese werden voraussichtlich im Laufe des heutigen Tages dem Landratsamt vorliegen.

Umweltauswirkungen gering
Das Ausmaß der Gewässerverunreinigung ist insgesamt als gering einzustufen, da es aufgrund der Verdünnung im Gewässer zu keiner erheblichen Belastung kam. Ein Kontakt mit dem Flusswasser ist nach aktuellem Stand unbedenklich. Die Fils wird weiterhin im Rahmen der Gewässeraufsicht regelmäßig kontrolliert. Aktuell liegen keine Auffälligkeiten oder neuen Meldungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 01.04. vor.

Fischereiverbot aufgehoben
Die enthaltenen Tenside sind aufgrund der starken Verdünnung nicht fischtoxisch. Eine Gefährdung für Fische und andere Wasserlebewesen besteht daher nicht. Auch für den Menschen ist hierdurch kein Risiko gegeben; gefangene Fische sind weiterhin verzehrbar. Ein Zusammenhang von zwei zwischenzeitlich aufgefundenen toten Fischen und den Ereignissen vom 01.04. konnte nicht festgestellt werden. Das zuvor verhängte Fischereiverbot wurde inzwischen aufgehoben.

Degginger Kläranlage zwischenzeitlich betroffen
In der Kläranlage Deggingen war es durch die Einleitung des Reinigungsmittels am 01.04. und 02.04. zu einer starken Schaumbildung gekommen. Zur Sicherstellung eines ausreichenden Stickstoffabbaus musste die Belüftung der Belebungsbecken erhöht werden. In der 24-Stunden-Mischprobe vom 01.04. wurde ein deutlich erhöhter Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) festgestellt. Dieser Wert beschreibt die Menge an Sauerstoff, die zur Oxidation organischer Stoffe im Wasser benötigt wird. Am 02.04. lag der CSB-Wert kurz nach 7 Uhr bei 39,1 mg/l und damit deutlich über dem wasserrechtlichen Grenzwert von 20 mg/l. Dieser Grenzwert ist im Vergleich zur Abwasserverordnung bewusst niedrig angesetzt, um die Fils besonders zu schützen. Inzwischen ist davon auszugehen, dass sich die Werte wieder normalisiert haben. Insgesamt ist die Situation glimpflich verlaufen.

(Quelle: Landratsamt Göppingen)


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