07.04.2026 10:09 Uhr
Gefahr von oben: AOK Neckar-Fils rät sich zu schützen
Wir alle freuen uns an den ersten warmen Frühlingstagen und setzen uns gerne in die Sonne. Doch Vorsicht: Die Intensität der UV-Strahlung ist schon hoch. Das liegt unter anderem am Klimawandel, der insgesamt zu mehr Sonnenstunden und durch Veränderungen der oberen Luftschichten zu einer erhöhten UV-Strahlenbelastung führt. Eine zu hohe Dosis an UV-Strahlung kann zu Zellschäden führen und Hautkrebs entstehen lassen. Die Krankheitszahlen belegen eine eindeutige Zunahme des besonders gefährlichen schwarzen Hautkrebses (Melanom) in den letzten Jahren. Gesetzlich Versicherte haben ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein kostenloses Hautkrebs-Screening, das sie unbedingt wahrnehmen sollten.
Zwischen 2020 und 2024 ist bei den AOK-BW Versicherten die Krankheitsprävalenz beim Melanom um 4,35 Prozent gestiegen, von 2067 auf 2434 Fälle im Land.
Bei den lokalen Zahlen sieht es ähnlich schlecht aus:
2020 gab es bei AOK-BW Versicherten im Landkreis Göppingen 58 diagnostizierte Fälle von schwarzem Hautkrebs. Im Jahr 2024 waren es bereits 72 Fälle. Bei Hautkrebs wird unterschieden zwischen Melanom (schwarzer Hautkrebs) und Basalzellkarzinom sowie Plattenepithelkarzinom, umgangssprachlich auch weißer Hautkrebs genannt.
„Die Häufigkeit beider Krebsarten ist in den letzten drei Jahrzehnten steil angestiegen“, sagt Susanne Schleicher, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. Und weiter: „Der schwarze Hautkrebs geht von den pigmentbildenden Zellen, den Melanozyten, aus und kann bereits in jungen Jahren auftreten. Risikofaktoren für eine Hautkrebserkrankung sind vor allem Hauttyp und UV-Strahlung. Langjährige UV-Strahlungsbelastungen erhöhen das Risiko.“
Zusätzliche Hinweise/Tipps zur Prävention und Früherkennung:
- Starke Sonneneinstrahlung meiden, zu den entsprechenden Tageszeiten drinnen bleiben, vor allem zur Mittagszeit
- In der Nähe von stark reflektierenden Oberflächen wie beispielsweise Wasser oder Schnee kann die UV-Strahlungsbelastung erhöht sein
- Schützende Kleidung einschließlich Kopfbedeckung und Sonnenschutzmittel für Hautstellen, die nicht anders geschützt werden können
- Lippenschutz nicht vergessen
- Auch die Augen schützen (durch zertifizierte Sonnenbrillen)
- Kein Solarium-Besuch
- Regelmäßig Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen
(Quelle: AOK Neckar-Fils)
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