25.03.2026 12:48 Uhr
Landrat Markus Möller erkundigt sich in welchen Bereichen Unternehmen noch Unterstützung benötigen
Am Dienstag, 24. März 2026, fand erstmals der “Tag der Wirtschaft” im Landkreis Göppingen statt. Landrat Markus Möller besuchte vier Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, um sich vor Ort ein Bild von aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven zu machen.
Vier Unternehmensbesuche – breite Branchenvielfalt
Die Stationen des Tages führten Landrat Möller und die Kreiswirtschaftsförderin Dr. Martina Spichal-Mößner zur Bässler Holz- und Fensterbau GmbH in Göppingen, zur WALA Heilmittel GmbH in Bad Boll, zur IEG Technologie GmbH in Mühlhausen im Täle sowie zur Dr.-Ing. Max Schlötter GmbH & Co. KG in Geislingen an der Steige. Die Auswahl der Betriebe verdeutlichte die große Bandbreite der im Landkreis Göppingen ansässigen Unternehmen – vom traditionellen Handwerk über die Gesundheitswirtschaft bis hin zur Umwelt- und Hochtechnologie.
Tradition, Forschung und Hightech im Fokus
Die Bässler Holz- und Fensterbau GmbH steht als familiengeführter Betrieb in vierter Generation für die Verbindung von traditionellem Zimmererhandwerk mit moderner Holzbau- und Fenstertechnologie. Als Vorreiter im Bereich des bioökonomischen Bauens setzt das Unternehmen auf kurze Transportwege und kreislaufgerechte Konstruktionen und ist damit beispielgebend für die Transformation im Bauwesen der Region Stuttgart.
Die WALA Heilmittel GmbH bündelt Forschung, Entwicklung und Produktion an den Standorten Bad Boll und Zell unter Aichelberg. Das Stiftungsunternehmen exportiert seine Produkte der Marken Dr. Hauschka und WALA Arzneimittel in über 55 Länder und zählt damit zu den wichtigen Akteuren unserer Gesundheitswirtschaft sowie zu den bedeutenden Arbeitgebern im Landkreis. Nachhaltiges Wirtschaften zeigt sich auch in der offenen Gestaltung der Firmengelände – etwa im WALA Biodiversitätspfad, der Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Region anzieht.
Mit der IEG Technologie GmbH besuchte der Landrat ein international tätiges Unternehmen der Umwelttechnik. Der Betrieb ist auf die Sanierung von Boden und Grundwasser spezialisiert und entwickelt innovative Lösungen für komplexe Altlasten, etwa an ehemaligen Industriestandorten.
Die Dr.-Ing. Max Schlötter GmbH & Co. KG steht für jahrzehntelange Expertise in der Galvanotechnik. Neben der Entwicklung der Elektrolyte für die galvanotechnische Beschichtung spielt insbesondere die Forschung – auch im Zukunftsfeld Wasserstoff – eine zentrale Rolle. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erforschung und Entwicklung neuer funktionaler Oberflächen, die technische Anwendungen in vielen Branchen erst ermöglichen, sowie die Entwicklung der dafür erforderlichen Elektrolyte.
Zentrale Themen: Fachkräfte, Bürokratieabbau und Innovation
Im intensiven Austausch mit den Unternehmerinnen und Unternehmern wurden insbesondere aktuelle Herausforderungen wie der Fachkräftemangel und bürokratische Anforderungen und Regulierung thematisiert. Zugleich spielten Innovation, Forschung und Netzwerke eine wichtige Rolle: Die Unternehmen betonten die Bedeutung neuer Technologien und regionaler wie überregionaler Kooperationen für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Deutlich wurde, dass die Betriebe mit großer Innovationskraft auf die aktuellen Herausforderungen reagieren.
Landrat: Aufbruchsstimmung und starke Impulse für den Standort
Landrat Markus Möller zog ein positives Fazit: “Die heutigen Unternehmensbesuche haben eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig und leistungsfähig unsere Wirtschaft im Landkreis aufgestellt ist. Klar ist, wir sind ein Landkreis mitten in der wirtschaftliche Transformation. Aber wir erleben auch echte Aufbruchsstimmung und innovative Ideen – vom klimafreundlichen Bauen über pahrmazeutische Forschung bis hin zu Spitzentechnologien in Umwelttechnik, Galvanotechnik und im Bereich Wasserstoff. Solche Impulse stärken unseren Standort nachhaltig.”
Zugleich betonte er die Bedeutung des Dialogs: “Ich danke den Unternehmerinnen und Unternehmen für die offenen Gespräche und die spannenden Einblicke. Mir ist es wichtig zuzuhören. Ich möchte wissen, was die Unternehmen drückt und wo sie Unterstützung benötigen. Den Austausch mit der regionalen Wirtschaft werden wir intensivieren, um gemeinsam die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts zu stärken.”
(Quelle und Bild: Landratsamt Göppingen / Amt für Kreisentwicklung und Kommunales)
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