10.02.2026 10:26 Uhr
Am Sonntagabend (8.2.) endete das diesjährige Filmklang Festival mit der Verleihung des Publikumspreises.
Ausgezeichnet wurden die Filme „Songs for Joy“ von Jan Becker (1. Platz) und „Primadonna or nothing“ von Juliane Sauter (2. Platz).
Die vierköpfige Publikumsjury beschrieb den Gewinnerfilm in ihrer Begründung als „eine Inspiration für alle, mehr Mut und Kreativität zu haben“. Jan Becker dankte mit den Worten „Eure Entscheidung zeigt, dass der Film dort ankommt, wo er hingehört – bei den Menschen. Zu wissen, dass Euer Film Euch so sehr berührt hat, bedeutet mehr als jeder Fachjurypreis“.
Insgesamt bestand das Festival aus 13 Veranstaltungen mit 19 verschiedenen Filmen. Nach dem erfolgreichen Premierenabend kamen zur Schulvorstellung „Der letzte Walsänger“ am Freitagvormittag etwa 200 Schülerinnen und Schüler. Ebenfalls sehr gut besucht waren der Film „Köln 75“ (Schauspieler Leon Blohm war zum Filmgespräch da) und der Nachwuchswettbewerb für junge Filmschaffende aus Baden-Württemberg. Bei dieser Veranstaltung zeigten fünf Finalisten ihre Musikvideos, eine Saaljury entschied sich dann dafür, den Film „Oblivion“ von Alana Nastold auszuzeichnen. Außerdem gab es eine Weltpremiere: Erstmals hatte im Rahmen des Festivals ein Filmworkshop für Jugendliche aus Göppingen stattgefunden, in dem diese ihre eigenen Ideen und Vorstellungen auf die Leinwand bringen konnten. Das Ergebnis ist der Kurzfilm „Paradies“, der zweimal während des Filmklang Festivals im Staufen Kino gezeigt wurde. Die Teilnehmer waren sichtlich aufgeregt, sich selbst mit ihrer Geschichte im Kino zu
erleben und standen nach den Vorstellungen für Fragen vor dem Publikum.
Zum ersten Mal gab es beim Filmklang Festival einen Film in einer Fassung für Hörgeschädigte. Der Film „Sorda – Der Klang der Welt“ war durch seine Inszenierung auch für Hörende eine ergreifende Erfahrung So blieb der Ton im letzten Drittel des Films fast unhörbar und verdeutlichte damit umso mehr die alltäglichen Probleme und Situationen, die eine junge Familie im Film zu meistern hat. Für Festivalintendantin Helga Reichert sind solche Veranstaltungen ein besonderes Anliegen. Das Filmklang Festival sei als
Publikumsfestival konzipiert, und deshalb sollten auch möglichst viele Menschen daran teilhaben können.
Sehr gut angenommen wurde die Matinée- Vorstellung am Sonntagvormittag. Die Filmakademie- Absolventin Juliane Sauter stellte persönlich ihren Abschlussfilm „Primadonna or nothing“ vor. Anschließend sang die Göppinger Mezzosopranistin Olivia Abt im Glasfoyer für das Publikum. Da ihre Duett- Partnerin krank im Bett lag, sprang spontan Olivias Mutter Jessica Eckhoff ein. Das Mutter- Tochter- Duett rührte so manchen im Publikum zu Tränen und bewies erneut, dass Göppingens Kulturlandschaft sich nicht vor größeren Städten verstecken muss.
Ralf Granzer von der Staufer Festspiele Göppingen gGmbH zeigte sich nach dem Festivalabschluss begeistert. Seine Erwartungen seien übertroffen worden, er habe viel Zeit im Kino verbracht und besonders die Diskussionen mit den Filmschaffenden genossen, so Granzer.
Auch Jochen Schellong war als „Kinohausherr“ zufrieden. Der Ticketverkauf bewegt sich nach seiner ersten Abrechnung auf dem Vorjahresniveau, und besonders die Veranstaltungen im Glasfoyer im Rahmen der Eröffnung und bei der Matinée werden ihm – auch im Hinblick auf den Umfang des von ihm organisierten Caterings – in Erinnerung bleiben.
(Quelle & Bilder: FilmKlang Festival)
Interessant? Sags weiter: