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Geislingen - Neue Ausstellung im Rotkreuz-Landesmuseum Geislingen

04.03.2019 11:10 Uhr

Pressemitteilung des DRK-Kreisverbands Göppingen; Margit Haas:

Die Geschichte der DLRG im Rotkreuz-Landesmuseum Baden-Württemberg

Hilfe für in Not geratene Menschen leisten das Rote Kreuz und auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft. Ihre Geschichte beleuchtet eine Sonderausstellung im Geislinger Museum.

Das Wiederbelebungsgerät „Neptunwippe“, eine „Elektrolunge“ – sie kamen in früheren Zeiten zum Einsatz, wenn die Ehrenamtlichen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) zu einem Notfall gerufen wurden. Die Geschichte der Gesellschaft hat eine lange Tradition und ist mit einer Katastrophe verbunden. „Im Sommer 1912 war auf Rügen eine Seebrücke gerammt worden. 100 Menschen starben, weil sie nicht schwimmen konnten“, erinnerte Ulrich Carle vom DLRG-Landesverband Württemberg. „Heute sind wir die größte ehrenamtliche Wasserrettungs-Organisation der Welt mit einer Million Mitgliedern und Förderern“. Sie hat sich in ihrer Ausstattung ständig den aktuellen Herausforderungen gestellt. Harald Mohrweiß vom DLRG-Bezirk Heidenheim/Brenz hat in den vergangenen Jahrzehnten viele Gerätschaften zusammengetragen, die im Rotkreuz-Landesmuseum in Geislingen in der Ausstellung „Geschichte der Wiederbelebung“ präsentiert werden. „Diese siebte Sonderausstellung in unserem Museum wird auch ein Ort der Kommunikation und Begegnung sein“, betonte DRK-Kreisverbandspräsident Peter Hofelich bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste. Das Museum habe sich etabliert. „Das zeigen die steigenden Besucherzahlen und die Gäste aus dem ganzen Land.“ Renate Kottke, die Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, erinnerte daran, dass Landesmuseum das einzige seiner Art in Deutschland sei. „Die regelmäßigen Sonderausstellungen sind eine hervorragende Ergänzung zur sehenswerten Dauerausstellung. Sie belegt den Geist der Offenheit und die gute Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen“. „Ulrich Carle bedankte sich für die Möglichkeit, „unsere Arbeit hier zu präsentieren“. Dr. Christoph Freudenhammer, der Bundesvorsitzende der Jugendorganisation der DLRG, machte auf das Bädersterben überall in Deutschland aufmerksam. „Wir müssen einen adäquaten Schwimmunterricht für alle Kinder erhalten“, stellte er fest angesichts der steigenden Zahl von Kindern, die nicht mehr schwimmen können. Die Landtagsabgeordnete Nicole Razavi, die sich ebenso wie ihr Kollege Alexander Maier beeindruckt von der professionellen Zusammenarbeit und dem Ausstellungskonzept zeigte, betonte: „Wir geben Ihrem Anliegen Wertschätzung, indem wir Ihre Arbeit finanziell unterstützen“.
„Besser geht es nicht!“ Jens Currle, gemeinsam mit Christian Striso verantwortlich für das Rotkreuz-Landesmuseum, erinnerte daran, dass mit der DLRG nach der Feuerwehr bereits die zweite Hilfs- und Partnerorganisationen im Museum vorgestellt werde. „Wir alle sind jederzeit bereit, in Not geratenen Menschen zu helfen.“ Harald Mohrweiß blickte auf die Geschichte der Sammlung zurück. Und hatte die Lacher auf seiner Seite, als er auf die einheitliche Dienstkleidung verwies – blaue Badehosen, die nicht mehr dem unbedingt dem letzten Schrei entsprechen!

Das Museum ist jeden ersten Samstag und jeden zweiten Sonntag des Monats von 13 bis 17 Uhr geöffnet (März – November). Führungen auch außerhalb der Öffnungszeiten unter Tel. (07161) 6739-0 oder info@rotkreuz-landesmuseum.de

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